Fedora 45 Beta: neuer Kernel, kmscon und strengere Paketsicherheit
17. September 2026
Fedora 45 geht in die Beta-Phase. Die kommende Version bringt Linux 7.2 und zahlreiche technische Änderungen. Besonders auffällig sind die neue Systemkonsole kmscon und strengere Regeln für RPM-Signaturen. Die finale Veröffentlichung ist für Ende Oktober vorgesehen.
Auf dem Desktop stehen aktuelle Umgebungen bereit. Fedora Workstation nutzt GNOME 51. Die KDE Plasma Desktop Edition setzt auf Plasma 6.7. Eine größere Änderung steckt allerdings unterhalb der grafischen Oberfläche. Fedora ersetzt die bisherige Kernel-Konsole fbcon durch kmscon. Die neue Lösung bietet unter anderem eine bessere Darstellung von Schrift und Unicode.
Auch die Sicherheit bei Softwarepaketen wird verschärft. Fedora 45 verlangt standardmäßig gültige Signaturen für RPM-Pakete. Unsigned Pakete werden damit nicht mehr einfach installiert. Wer diese Prüfung abschalten möchte, muß dies ausdrücklich konfigurieren. Damit wird eine weitere Schutzschicht direkt in den Installationsprozess integriert.
Der Installer erhält ebenfalls neue Funktionen. Anaconda unterstützt nun Stratis-Dateisysteme bei der Partitionierung. Das funktioniert sowohl über die Weboberfläche als auch bei automatisierten Installationen mit Kickstart. Gleichzeitig werden die Atomic Desktops stärker an den webbasierten Anaconda-Installer herangeführt. Ihre ISO-Abbilder entstehen inzwischen mit image-builder.
Bei Fedora CoreOS ändern sich die Standardeinstellungen für den Umgang mit knappem Arbeitsspeicher. systemd-oomd und ZRAM-Swap werden künftig standardmäßig aktiviert. Auch DNF5 erhält eine wichtige Verhaltensänderung. Bei Aktualisierungen wird ein bereits installiertes Paket nicht mehr automatisch auf einen anderen Anbieter umgestellt.
Die Entwicklungswerkzeuge werden ebenfalls aktualisiert. Fedora 45 bringt unter anderem GCC 16.2, glibc 2.44, Go 1.27, LLVM 23 und Python 3.15. Parallel dazu steht Fedora Asahi Remix 45 Beta für Apple-Silicon-Macs bereit. Erstmals gibt es dort eine grundlegende Unterstützung für M3, M3 Pro und M3 Max. Die 3D-Beschleunigung für diese Chips fehlt noch, während H.264 und VP9 bereits hardwarebeschleunigt dekodiert werden. Auf M3-Systemen kommt zusätzlich AV1-Decoding hinzu. Weiterführende Informationen finden sich in der korrespondierenden Ankündigung der Beta.