Weber fordert EU-Armee – und nennt die AfD als Grund
21. Februar 2026
Vor kurzem diskutierte Weber im ZDF gemeinsam mit dem deutschen Bundesaußenminister Johann Wadephul und Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer über die Frage, ob Deutschland ohne die USA gegen Russland stark genug sei. Wie das Nachrichtenportal exxpress.at berichtet, nutzte Weber die Sendung für einen klaren Vorstoß: Europa brauche eine eigene Armee – und zwar rasch, bevor sich die politischen Verhältnisse in einzelnen Mitgliedstaaten verschieben.
Seinen Vorstoß begründete Weber konkret mit dem Aufstieg der AfD. Beim Besuch im griechischen Parlament habe man ihn gefragt: was passiert, wenn Deutschland die größte Landarmee Europas aufbaut, während die AfD bei 25 bis 30 Prozent steht? Aktuell liegt die Partei laut Umfragen bei 24 bis 27 Prozent – nahezu gleichauf mit der Union.
Weber zieht dabei den historischen Vergleich zu Helmut Kohl und François Mitterrand, die mit dem gemeinsamen Binnenmarkt und dem Euro bewusst irreversible Fakten geschaffen hatten. Genau das müsse jetzt auch bei der Verteidigung passieren: Militärische Strukturen, die selbst bei einem Regierungswechsel in Paris oder Warschau nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
Weber nennt konkrete Szenarien: was, wenn Jordan Bardella vom Rassemblement National 2027 die französische Präsidentschaft übernimmt? Was, wenn Jarosław Kaczyński von der PiS in Polen zurückkehrt? Europa müsse sich jetzt vorbereiten – noch während pro-europäische Regierungen an der Macht sind.
Die rechtliche Basis für seinen Plan liegt bereits im EU-Recht. Wie Weber bereits in einem Gastbeitrag auf seiner Website im Juni 2025 ausführte, soll Artikel 42.7 des Lissabon-Vertrags – die sogenannte EU-Beistandsklausel – endlich mit Leben erfüllt werden. Diese Klausel verpflichtet alle Mitgliedstaaten seit 2009, einem angegriffenen EU-Staat mit allen verfügbaren Mitteln beizustehen. Weber sieht sie sogar als schärfer formuliert als den NATO-Beistand nach Artikel 5.
Sein Ziel: gemeinsame Kommandostrukturen, gemeinsame Rüstungsbeschaffung, Soldaten unter EU-Flagge. Nationale Lösungen seien gescheitert, die "alte NATO" komme nicht zurück.
Webers Auftritt löste prompt Widerspruch aus. Der Berliner Politiker Julian Adrat warf dem EVP-Chef auf X vor, Deutschland in einem europäischen Superstaat aufgehen lassen zu wollen. Der Vorwurf: Weber wolle nicht Europa stärken, sondern nationale Demokratien aushebeln – indem er Entscheidungen nach Brüssel verlagert, die dann durch Wahlergebnisse in einzelnen Ländern nicht mehr veränderbar sind.
Statement von WITS.AT:
Wir sehen das genauso. Alles was den "EU-Eliten" nicht in den Kram paßt, muß vernichtet werden. Und wenn das nicht geht, na dann ist es eben rechts bzw. rechtsradikal! Wo ist das Problem? Soll in Frankreich eben Jordan Bardella vom Rassemblement National oder in Polen Jarosław Kaczyński von der PiS die Wahlen gewinnen. In Ungarn regiert auch Viktor Orban. Vielleicht erinnert sich niemand mehr, aber der war ursprünglich in der EVP - also ein "Freund" von Weber! Nachdem Orban sich jedoch entschlossen hat, eine "Hungaria First"-Politik zu machen (was anscheinend von der Mehrheit der Wähler in Ungarn honoriert wird), ist er jetzt plötzlich "rechts" und wurde von der EVP hinausgeschmissen. Er hat sich jetzt den "Patriots for Europe" angeschlossen bzw. diese mit Harald Vilimsky von den österreichischen Freiheitlichen - diese mittlerweile zweitstärkste Gruppierung in der EU - gegründet.Auch in Österreich konnten die "patriotischen Kräfte" (also jene die primär oder mehrheitlich auf EU-Linie sind) nochmals die stärkste Kraft - die FPÖ - "austricksen" und auf Opposition halten. Ich prophezeie heute - bei der nächste Wahl wird das nicht mehr möglich sein. Bei diesem Personal und dieser Performance der Regierung werden die Freiheitlichen sich den 50% nähern UND die Kommunisten werden im Parlament sitzen (möglicherweise anstatt den NEOS!).
Das Volk ist der Souverän! Und der Souverän hat immer recht! Egal ob es dem Hr. Weber, der "UvdL" oder der EU paßt!