GNOME 51 "A Coruña" ist da: mehr Tempo und starke App-Updates

17. September 2026

GNOME 51 ist offiziell erschienen. Die neue Version bringt flüssigere Animationen und schnellere Bildschirmaufnahmen. Dazu kommen Offline-Karten, überarbeitete Anwendungen und viele Detailverbesserungen.

Für mehr Leistung wurde Mutter umfassend überarbeitet. Ein neues System für die Bildausgabe soll Animationen auch unter hoher Last flüssiger halten. Bildschirmaufnahmen profitieren ebenfalls von weniger Kopiervorgängen und unnötiger Verarbeitung. GNOME merkt sich zudem die Helligkeit angeschlossener Monitore. Das funktioniert auch nach Neustarts und beim Wechsel von HDR. Alte NVIDIA-Schnittstellen wurden entfernt. GNOME setzt nun vollständig auf moderne Standards.

Auch die Einstellungen erhalten mehrere praktische Neuerungen. Geräte mit Beschleunigungssensor können das Display automatisch drehen. Eine Sperre verhindert bei Bedarf weitere Drehungen. Mehrere Monitore lassen sich zudem leichter ausrichten. Für Laptops gibt es eine Option zum Abschalten des Touchpads bei angeschlossener Maus. Hinzu kommen neue DNS-Suchdomänen und Verbesserungen beim Remote Login. WEP wird dagegen nicht mehr unterstützt.

Besonders interessant ist GNOME Maps. Kartenbereiche lassen sich jetzt für die Offline-Nutzung speichern. Die heruntergeladenen Regionen können direkt in der Anwendung verwaltet werden. Auch öffentliche Verkehrsmittel werden umfangreicher dargestellt. Unterstützte Verbindungen zeigen Abfahrten, Ankünfte, Verspätungen und Haltestellen. Zusätzlich gibt es Informationen zu Fußwegen innerhalb einer Route.

Der Dateimanager wurde ebenfalls weiterentwickelt. Beim Verschieben mehrerer Dateien zeigt die Oberfläche deren Anzahl an. Kopierte Dateien werden anschließend automatisch ausgewählt. Ein Klick auf einen freien Bereich hebt die aktuelle Auswahl nicht mehr auf. Viele Aktionen blockieren die Oberfläche weniger. Große Verzeichnisse sollen dadurch schneller reagieren. Auch Benachrichtigungen werden übersichtlicher gruppiert.

GNOME Kalender wurde intern deutlich optimiert. Das Scrollen durch Monatsansichten soll flüssiger wirken. Große Kalender öffnen und aktualisieren sich schneller. Die Synchronisation benötigt dabei weniger Daten. Termine können außerdem direkt in Maps geöffnet werden. Der Dokumentenbetrachter Papers unterstützt nun sichtbare Unterschriften. Sushi, die Dateivorschau von GNOME, wurde komplett auf GTK 4 und libadwaita umgestellt. GNOME Software warnt nun außerdem vor nicht mehr gepflegten Anwendungen.

Bei der Barrierefreiheit legt GNOME 51 ebenfalls nach. Die Einstellung für reduzierte Bewegungen greift an mehr Stellen. Der Auswahlbereich für Screenshots läßt sich vollständig per Tastatur bedienen. Ein neuer Schalter kann die automatische Fokusbegrenzung abschalten. Auch die Ausgaben von Screenreadern wurden an mehreren Stellen verbessert. Mauszeiger verwenden nun skalierbare SVG-Grafiken. Dadurch bleiben sie bei unterschiedlichen Auflösungen scharf. GNOME Web erhält zusätzlich neue Passwortfunktionen und eine überarbeitete Adreßleiste.

GNOME 51 wird in den kommenden Wochen schrittweise für einschlägige Linux-Distributionen verfügbar. Rolling-Release-Systeme wie Arch Linux und openSUSE Tumbleweed dürften die neue Version zuerst erhalten. Wer GNOME 51 schon jetzt ausprobieren möchte, kann auf GNOME OS Nightly zurückgreifen. Viele aktualisierte GNOME-Anwendungen stehen zudem bereits über Flathub bereit. Weitere Details zu GNOME 51 finden sich in der offiziellen Ankündigung. GNOME 52 soll voraussichtlich im März 2027 erscheinen und den halbjährlichen Veröffentlichungsrhythmus fortsetzen.

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