Ubuntu 26.10 stellt komplett auf Rust-Coreutils um

17. September 2026

Ubuntu 26.10 vollzieht einen wichtigen Systemwechsel. Die Distribution nutzt künftig auch für cp, mv und rm die Rust-basierte Variante von uutils. Damit ist die Umstellung auf Rust-Coreutils laut den aktuellen Release Notes vollständig abgeschlossen.

Ubuntu hatte bereits mit Version 25.10 damit begonnen, die klassischen GNU Coreutils durch Rust-Coreutils zu ersetzen. Einige Werkzeuge blieben jedoch zunächst außen vor. Dazu gehörten ausgerechnet cp, mv und rm. Für Ubuntu 26.04 LTS waren diese drei Befehle weiterhin als GNU-Version enthalten. Grund waren noch offene Kompatibilitätsprobleme.

Mit Ubuntu 26.10 fällt diese letzte Ausnahme nun weg. Die Standardwerkzeuge stammen damit vollständig aus dem uutils-Projekt. Canonical verfolgt dabei unter anderem das Ziel, weitere zentrale Systemkomponenten mit der speichersicheren Programmiersprache Rust umzusetzen. Die Umstellung soll zugleich von Verbesserungen profitieren, die im Laufe der Entwicklung in das uutils-Projekt eingeflossen sind.

Für Anwender dürfte die Änderung zunächst kaum auffallen. Befehle wie cp, mv und rm behalten ihre bekannten Namen und bleiben Bestandteil der gewohnten Kommandozeilenwerkzeuge. Interessanter wird die Umstellung dort, wo Skripte oder Anwendungen sehr spezifisches Verhalten der GNU-Version voraussetzen. Genau solche Kompatibilitätsfragen waren ein Grund dafür, daß Canonical die drei Befehle zunächst zurückhielt.

Ubuntu 26.10 soll am 15. Oktober 2026 erscheinen. Zuvor steht die Beta-Phase an. Die Release Notes führen die Migration bereits als vollständig abgeschlossen. Damit erreicht ein mehrjähriger Umbau der grundlegenden Unix-Werkzeuge in Ubuntu einen wichtigen Meilenstein.

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