Debian 13.7 schließt über 100 Sicherheitslücken in Trixie

14. September 2026

Debian 13.7 ist als neues Wartungsupdate erschienen. Die siebte Aktualisierung von Debian "Trixie" bringt 107 sicherheitsrelevante Paketupdates. Weitere 106 Pakete erhalten Fehlerkorrekturen oder andere Aktualisierungen. Für laufend gepflegte Systeme fällt der eigentliche Aufwand jedoch gering aus.

Die meisten Sicherheitskorrekturen wurden bereits über die normalen Debian-Updates verteilt. Debian 13.7 fasst diese Änderungen nun zusätzlich in einem neuen Installationsstand zusammen. Das ist besonders für neue Installationen praktisch. Bestehende Systeme müssen wegen der neuen Versionsnummer nicht neu installiert werden.

Auch der Debian Installer wurde für die neue Ausgabe aktualisiert. Er enthält nun den Linux-Kernel 6.12.107. Zusätzlich wurde das Paket audit für die 64-Bit-Variante der RISC-V-Architektur erweitert. Damit fließen auch wichtige Änderungen für neuere Hardwareplattformen in die Installationsmedien ein.

Bei den Desktop-Komponenten gibt es ebenfalls einige Korrekturen. Ein Fehler in Cinnamon wurde behoben. Dadurch funktionieren das Herunterladen und Aktualisieren von sogenannten Spices wieder zuverlässig. Dazu zählen unter anderem Applets, Desklets, Erweiterungen und Themes.

Einen größeren Block bilden die Sicherheitsupdates für zentrale Systemkomponenten. glibc behebt unter anderem Schwachstellen durch Pufferüberläufe und Unterläufe. Außerdem gibt es Unterstützung für Header des Linux-Kernels 7.0. Mehrere Pakete wurden anschließend gegen die aktualisierte glibc neu gebaut. Auch OpenSSL und Samba wurden auf neuere stabile Upstream-Versionen gebracht.

Besonders umfangreich fallen die Korrekturen bei einigen bekannten Softwareprojekten aus. QEMU erhält zahlreiche Sicherheitsfixes, darunter gegen Use-after-free-Probleme und Zugriffe außerhalb gültiger Speicherbereiche. Auch ein Problem beim Secure Boot wurde behoben. ImageMagick, dnsmasq, libvirt und Incus erhalten ebenfalls wichtige Sicherheitskorrekturen. Betroffen sind dabei unter anderem Speicherfehler, Rechteausweitungen und Probleme bei der Zugriffskontrolle.

Darüber hinaus aktualisiert Debian zahlreiche weitere Pakete. Dazu gehören unter anderem Perl, Python 3.13, Firefox ESR, Chromium, Flatpak, GIMP, Wireshark, OpenSSH-Komponenten, PostgreSQL 17, Docker, OpenJDK, WebKitGTK und ZFS. Auch die Zeitzonendaten wurden mit einer neuen tzdata-Version aktualisiert. Für neue Installationen stehen Netinst-Images für sechs Architekturen bereit. Dazu zählen AMD64, ARM64, ARMHF, PowerPC 64 Little Endian, RISC-V 64 und IBM Z.

Wer sein System aktualisieren möchte, nutzt einfach die gewohnten Befehle. Automatische Sicherheitsupdates bleiben eine sinnvolle Ergänzung. Bestehende Installationen können über die gewöhnlichen Softwareaktualisierungen auf Version 13.7 gebracht werden. Wer via Terminal aktualisieren möchte:

Wer unserer Empfehlung folgen möchte, nutzt den Befehl wie folgt:

Wer seine derzeitige Systemversion prüfen möchte, kann dies leicht tun. Ein kurzer Blick mit dem Terminal in die Datei debian_version genügt. Der entsprechende Befehl lautet:

Weiterführende Informationen finden sich in der offiziellen Ankündigung, sowie im ChangeLog.

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