Volla Messages ist fertig: Volla startet dezentrale Cloud für Chats und Backups

07. September 2026

Volla Systeme öffnet sein dezentrales Cloud-Ökosystem weiter. Nach der öffentlichen Beta ist Volla Messages jetzt als stabile App verfügbar. Gleichzeitig startet Volla Recovery in die öffentliche Beta. Beide Anwendungen setzen auf verschlüsselte Datenverarbeitung ohne eigenes zentrales Rechenzentrum.

Volla Messages steht zunächst für Android, Windows, macOS und Linux bereit. Der Download erfolgt direkt über die Webseite des Herstellers. Versionen für den Google Play Store und den Open Store von Ubuntu Touch sind bereits geplant. Weitere App Stores sollen später folgen. Für iOS ist noch im Sommer 2026 ein öffentlicher Beta-Test vorgesehen.

Die technische Grundlage bildet die Volla Cloud. Anders als klassische Angebote von Google oder Apple sollen die Daten nicht auf zentralen Servern des Anbieters liegen. Stattdessen bilden die Geräte der beteiligten Nutzer gemeinsam die Infrastruktur. Volla beschreibt das System als vollständig dezentral und verschlüsselt. Auch der Hersteller selbst soll keinen Zugriff auf die gespeicherten Inhalte erhalten. Das soll zugleich Energie sparen und zentrale Angriffspunkte vermeiden.

Zum Einsatz kommt Holochain Technologie der Europäischen Holochain-Stiftung. Dabei werden verteilte Hash-Tabellen genutzt, um Daten zwischen den beteiligten Geräten zu verwalten. Anders als bei einer Blockchain wird nicht ein globales Netzwerk für sämtliche Daten aufgebaut. Für einzelne Kontakte oder Gruppen können stattdessen getrennte Netze entstehen. Das soll die Datenmenge begrenzen und gezielte Löschungen ermöglichen. Volla und die zugrunde liegende Technologie sind als Open Source verfügbar.

Bei Volla Messages steht die sichere Kontaktverwaltung im Mittelpunkt. Neue Kontakte werden über einen Schlüsselaustausch autorisiert. Besonders einfach soll das über einen QR-Code funktionieren. Danach sind Einzelgespräche und Gruppenchats mit bestätigten Kontakten möglich. Für offene Gruppen kann ein Einladungsschlüssel verwendet werden. Neben Texten lassen sich auch Links, Fotos und Dateien austauschen. Eine separate Beta-Version bietet darüber hinaus Audio- und Videotelefonie.

Mit Volla Recovery kommt nun ein zweiter Baustein hinzu. Die Anwendung soll persönliche Daten dezentral und verschlüsselt sichern. Dafür können Freunde oder Familienmitglieder Speicherplatz für Backups bereitstellen. Die Sicherungen werden dabei verschlüsselt verteilt. Zugriff auf die Inhalte sollen nur die beteiligten Personen haben. Nutzer entscheiden selbst, welche Daten und Apps gesichert werden. Dazu können beispielsweise Kontakte und SMS gehören. Die Wiederherstellung soll auch nach der Einrichtung des Geräts möglich sein. Wegen der notwendigen Systemrechte soll Volla Recovery künftig als Bestandteil von Volla OS 16 ausgeliefert werden. Weiterführende Informationen finden sich in der offiziellen Pressemitteilung.

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