Jetzt patchen! Es laufen derzeit Schadcode-Attacken auf Chrome
04. September 2026
Chrome ist zurzeit im Visier von Angreifern, die den Browser mit Schadcode attackieren. Eine dagegen abgesicherte Version ist bereits verfügbar. Insgesamt haben die Entwickler darin zwölf Sicherheitslücken geschlossen.
Die derzeit ausgenutzte Schwachstelle (CVE-2026-85046 Risiko "hoch") ist eine Type-Confusion-Lücke in der JavaScript-Engine V8, führen die Entwickler in einer Warnmeldung aus. Bei dieser Art von Schwachstellen kommt es bei der Verarbeitung von inkompatiblen Objekten zu Speicherfehlern, über die Schadcode auf Systeme gelangt.
In diesem konkreten Fall müssen entfernte Angreifer Opfer auf eine von ihnen präparierte Website locken. Im Anschluß können sie beliebigen Code in der Sandbox des Browsers ausführen. Durch diese Sicherheitsbarriere kann der Code nicht direkt ins System schlüpfen. Dennoch ist das ein lohnendes Sprungbrett für Angreifer, um etwa durch die Kombination mit einer weiteren Schwachstelle die Attacke auszuweiten.
Der Großteil der verbleibenden Lücken ist mit dem Bedrohungsgrad "hoch" eingestuft. An diesen Stellen kann ebenfalls über Speicherfehler Schadcode auf Systeme gelangen (etwa CVE-2026-85050).
Google versichert, die Lücken unter macOS und Windows in Chrome 152.0.7977.82/.83 und unter Linux in Chrome 152.0.7977.82 gelöst zu haben. Da auch Edge, Brave, Opera und Vivaldi auf Chromium basieren, dürften sie ebenfalls verwundbar sein. Nutzer dieser Browser sollten auf entsprechende Updates der jeweiligen Hersteller achten.
In der Regel aktualisiert sich Chrome automatisch. Ob die abgesicherte Version bereits installiert ist, verrät ein Klick auf das Dreipunkt-Menü und dann auf "Hilfe", "Über Google Chrome". Dort stößt der Browser die Aktualisierung bei Bedarf an; ein Neustart schließt den Vorgang ab.