Linux-Rechtsstreit vor dem Ende: Xinuos scheitert erneut gegen IBM und Red Hat

26. August 2026

Am 25. August 1991 kündigte der damals 21-jährige Linus Torvalds in der Minix-Newsgroup ein neues Betriebssystem für 386er und 486er an. Er bezeichnete das Projekt selbst lediglich als Hobby und suchte nach Rückmeldungen aus der Community. Daß daraus einmal eines der bedeutendsten Open-Source-Projekte der Computergeschichte entstehen würde, war zu diesem Zeitpunkt kaum absehbar.

Linux ist heute praktisch überall zu finden. Das System beziehungsweise der Linux-Kernel steckt in Smartphones, Routern, Fernsehern und zahlreichen weiteren Geräten. Auch Rechenzentren, Supercomputer, Finanzsysteme, Satelliten und sogar die Internationale Raumstation setzen auf Linux. Aus dem kleinen Projekt eines einzelnen Studenten ist damit eine technische Grundlage geworden, die weite Teile der modernen IT prägt.

Zum Jubiläum lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die bescheidenen Anfänge. Torvalds hatte damals bereits Bash und GCC portiert und hoffte, innerhalb weniger Monate etwas Brauchbares fertigzustellen. Gleichzeitig hielt er die Möglichkeiten seines Projekts für stark begrenzt und glaubte sogar, daß Linux vermutlich nie über die von ihm eingesetzte Hardware hinauskommen würde. Die Entwicklung nahm bekanntlich einen völlig anderen Verlauf.

Der 25. August gilt als Tag der ersten öffentlichen Ankündigung. Wer es historisch etwas genauer nimmt, kann allerdings auch den 17. September als Geburtstag betrachten, denn an diesem Tag wurde die erste öffentliche Linux-Version veröffentlicht. Unabhängig davon, welches Datum man bevorzugt, gibt es nach 35 Jahren reichlich Grund zum Feiern.

<