Linux Mint 23 wird beim Kernel-Management kräftig aufräumen

12. August 2026

Linux Mint 23 bringt eine grundlegend überarbeitete Kernel-Verwaltung. Nutzer können künftig Kernel-Serien auswählen und deren Bereinigung weitgehend automatisieren.

Bisher erfolgte die Kernel-Verwaltung direkt über den Update Manager. Dort konnten Nutzer einzelne Kernel auswählen, installieren oder entfernen. Mit Linux Mint 23 wandert diese Funktion in die Systemverwaltung. Die neue Lösung funktioniert außerdem mit Linux Mint und LMDE. Statt einzelner Kernel steht künftig die jeweilige Kernel-Serie im Mittelpunkt.

Nutzer legen fest, welcher Kernel-Serie sie folgen möchten. Zusätzlich bestimmen sie, wie viele ältere Kernel erhalten bleiben. Neue Versionen erscheinen weiterhin über den Update Manager. Ältere Kernel entfernt das System anschließend automatisch. Diese Bereinigung findet standardmäßig einmal pro Woche statt.

Wer sofort Speicherplatz benötigt, kann eine Bereinigung manuell starten. Einzelne Kernel lassen sich außerdem vor dem Entfernen schützen. Eine neue Historie zeigt zusätzlich, welche Kernel wann gelöscht wurden. Auch eigene Kernel-Serien können installiert und anschließend überwacht werden. Bei bekannten Serien übernimmt das System die Aktualisierung über passende Metapakete.

Daneben arbeitet das Cinnamon-Team an weiteren Verbesserungen. Fcitx5 soll künftig mit vollständiger Wayland- und X11-Unterstützung funktionieren. Außerdem ersetzt ein neuer Tastatur-Layout-Betrachter das eingestellte gnome-kbd-Werkzeug.

Die neue Kernel-Verwaltung wirkt deutlich aufgeräumter. Besonders automatische Bereinigung und Kernel-Schutz dürften den Alltag angenehmer machen. Gleichzeitig verlangt die größere Freiheit etwas mehr Aufmerksamkeit. Weiterführende Details finden sich im Juli-Newsletter von Linux Mint.

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