Neuer Kernel Linux 7.1 bringt neuen NTFS Support

15. Juni 2026

Linux 7.1 erscheint ohne späte Überraschungen und liefert viele Verbesserungen. Die Veröffentlichung durch Ankündigung von Linus Tovalds markiert einen stabilen Schritt nach vorn und stärkt wichtige Bereiche des Systems.

Der NTFS‑Unterbau wurde vollständig erneuert und bietet nun vollständige Schreibfunktionen. Das Dateisystem nutzt jetzt die iomap‑Struktur des Kernels und arbeitet dadurch effizienter. Auch andere Dateisysteme erhalten spürbare Aktualisierungen wie stabile Btrfs‑Shutdown- und neue ExFAT‑Funktionen.

Im Bereich Leistung und Prozessverwaltung erweitert Linux 7.1 die Möglichkeiten von io_uring durch BPF‑Integration. Neue clone3‑Flags erleichtern die Steuerung von Prozessen und verbessern das Verhalten bei pidfd‑Operationen. Der überarbeitete Swap‑Bereich reduziert Speicherverbrauch und beseitigt alte Altlasten.

Der Scheduler erhält eine erste Grundlage für anpassbare Sub‑Scheduler. Diese Basis erlaubt künftig spezialisierte CPU‑Planer für unterschiedliche Gruppen. Gleichzeitig entfernt der Kernel alte x86‑Varianten und veraltete Netzwerkfunktionen wie UDP Lite.

Sicherheitsrelevante Änderungen betreffen strengere Zugriffsregeln für /proc/PID/mem. Neue Hooks für Overlay‑Dateisysteme und Unix‑Sockets erweitern die Möglichkeiten von Sicherheitsmodulen. Landlock nutzt diese Erweiterungen für feinere Richtlinien.

Breite Hardwareunterstützung rundet das Release ab. Neue Treiber verbessern die Kompatibilität mit Geräten von Qualcomm, Apple, Lenovo und vielen weiteren Herstellern. Grafiktreiber profitieren von DRM‑RAS, das Fehlerdaten von GPUs bereitstellt. Auch Virtualisierung auf Arm‑Systemen entwickelt sich weiter, wenn auch noch nicht vollständig.

Linux 7.1 steht ab sofort auf kernel.org bereit. Rolling‑Release‑Nutzer erhalten das Update zuerst in den nächsten Tagen oder Wochen, während Nutzer von LTS Distributionen das Nachsehen haben werden und auf vorgegebenen Kernel der Distro bleiben.

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