Ubuntu 26.10 kommt mit GNOME 51 und neuen Desktop Plänen

10. Juni 2026

Ubuntu 26.10 trägt den Namen Stonking Stingray und erscheint im Oktober. Die neue Version dient als erster wichtiger Zwischenschritt zur nächsten LTS Ausgabe und bringt viele Neuerungen für Desktop Nutzer und Entwickler.

Ein zentrales Element ist die Einführung von GNOME 51. Die Desktop Umgebung erscheint kurz vor dem Release und soll ein moderneres Nutzererlebnis bieten. Canonical setzt zudem die Umstellung von dbus-daemon auf dbus-broker fort. Diese Änderung modernisiert den Desktop Stack und verbessert die Kommunikation zwischen Diensten. Besonders spannend wird der Ausbau der RISC-V Unterstützung. Ubuntu soll erstmals ein vollständiges Desktop Erlebnis auf kompatibler Hardware liefern.

Auch im Multimedia Bereich tut sich viel. Ubuntu integriert GStreamer 1.30 mit neuen Rust Plugins. Proprietäre Codecs lassen sich künftig leichter finden und installieren. Das App Center entwickelt sich zu einer einheitlichen Oberfläche für alle Paketformate. Nutzer sehen Anwendungen künftig konsistent dargestellt. Wer bestimmte Formate bevorzugt, kann diese weiterhin gezielt auswählen.

Die Verwaltung von Treibern wird übersichtlicher. Canonical verbessert Metadaten, Sortierung und Kennzeichnungen für verfügbare Treiber. Parallel arbeitet das Team an einem vereinfachten Installationsprozess. Dieser erhält sichere Voreinstellungen und klarere Abläufe für Partitionierung und Speicher. Eine neue Einführung nach dem ersten Start soll die Einrichtung persönlicher Einstellungen erleichtern. Diese Änderungen sind jedoch erst für Ubuntu 28.04 geplant.

Ubuntu 26.10 bringt zudem Fortschritte bei der Unternehmensintegration. Das System erhält Unterstützung für Microsoft Passwort und MFA Authentifizierungsverfahren. Administratoren können lokale Passwörter für verwaltete Konten deaktivieren. UID und GID Werte lassen sich künftig direkt aus Identitätsdiensten (Identity Provider) ableiten. Das sorgt für konsistente Dateirechte auf vielen Systemen. NetworkManager unterstützt außerdem PKCS#11 und Smartcards für VPN Zugriffe.

Canonical untersucht außerdem neue Eingabemethoden. Dazu gehört eine Sprachsteuerung mit lokalem Spracherkennungsmodell. Diese Funktion befindet sich noch in der Erprobung. Wer mehr über die Pläne erfahren möchte, findet Details auf der Ubuntu 26.10 Roadmap.

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