Google Chrome: Update schließt 429 Sicherheitslücken
05. Juni 2026
Wer Google Chrome zum Surfen im Netz nutzt, sollte sicherstellen, daß das Update aus dieser Woche installiert ist: es schließt 429 Sicherheitslücken, ein neuer Höchstwert. Davon sind 22 sogar als kritisches Risiko eingestuft.
Inzwischen hat Google die Versionsankündigung um die damit geschlossenen Schwachstellen angereichtert - bei 429 Einträgen hat das offenbar etwas Zeit beansprucht. Die gravierendste Schwachstelle ermöglicht Lese- und Schreibzugriffe außerhalb der vorgesehenen Speichergrenzen in der Angle-Komponente (Almost Native Graphics Layer Engine). Das führt potenziell zum Ausbruch aus der Sandbox (CVE-2026-10881, CVSS 9.6, Risiko "kritisch"). Den Meldern der Lücke bringt das 97000 US-Dollar Belohnung ein, eine bemerkenswert hohe Summe.
Neben den 22 kritischen Sicherheitslücken stufen die Entwickler 87 als hochriskant, 226 als mittleren Bedrohungsgrad und 94 als niedriges Risiko für Nutzer ein. Immerhin: Google erwähnt nichts davon, daß ein oder mehrere der Sicherheitslecks bereits in freier Wildbahn mißbraucht würden. Chrome 149.0.7827.59 für Android, 149.0.7827.53 für Linux und 149.0.7827.53/54 für macOS und Windows enthalten die zahlreichen Fehlerkorrekturen.
Das Update kommt etwa mittels Versionsdialog auf den Rechner. Dazu das Browser-Menü öffnen und auf "Hilfe" und dort auf "Über 'Browsername'" respektive "Info" bei einigen auf Chromium basierenden Browsern klicken. Das zeigt den derzeit aktiven Softwarestand an und lädt gegebenenfalls verfügbare Aktualisierungen herunter. Unter Linux ist dafür in der Regel die Softwareverwaltung der Distribution zuständig. Auf Mobilgeräten hingegen müssen Nutzer im jeweiligen App-Store nachsehen, dort kommen die Aktualisierungen jedoch oftmals mit deutlicher Verzögerung an - ein beschleunigtes Update läßt sich dort leider nicht erzwingen.
Da auch andere Browser auf Chromium basieren, dürften sie ebenfalls ein umfangreiches Update ausliefern - etwa Microsoft mit dem Edge-Browser. In der vergangenen Woche hatte Google bereits einen Höchststand an Schwachstellen in Chrome ausgebessert, dort waren es jedoch "nur" 151 Lücken.