Canonical-Server: Massive Cyberattacke läuft
01. Mai 2026, Update: 02. Mai 2026
Update, Samstag, 2. Mai, 10:49: laut Canonical laufen alle Komponenten wieder normal. Insgesamt haben die Probleme rund 20 Stunden gedauert.
Canonicals IT-Infrastruktur steht unter Beschuß: Snapstore, Launchpad, die Ubuntu-Website und andere wichtige Komponenten sind zurzeit schwer bis gar nicht erreichbar. Canonical bestätigt den Angriff und arbeitet bereits an der Behebung der Probleme.
Derzeit gibt es einen "laufenden, grenzüberschreitenden Angriff", schreibt Canonical auf seiner Statusseite. Dadurch häufen sich Spekulationen über eine DDoS-Attacke, bestätigt ist das aktuell jedoch nicht (Stand: Freitag, 1. Mai, 13:28). Der Angriff fällt laut der Seite unter die Kategorie "Komplettausfall". Die Liste betroffener Linux-Komponenten ist lang:
- gopkg.in
- lists.ubuntu.com
- security.ubuntu.com
- jaas.ai
- keyserver.ubuntu.com:11371
- wiki.ubuntu.com
- ppa.launchpad.net
- archive.ubuntu.com
- Livepatch API
- canonical.com
- login.ubuntu.com
- maas.io
- launchpad.net
- blog.ubuntu.com
- developer.ubuntu.com
- contracts.canonical.com
- Ubuntu Security API - CVEs
- Ubuntu Security API - Notices
- academy.canonical.com
- ubuntu.com
- portal.canonical.com
- images.maas.io
- assets.ubuntu.com
Auch einen DDoS-Angriff auf die Social-Media-Plattform Bluesky reklamierte 313 Team bereits für sich, ebenso geriet Mastodon schon ins Visier der Kriminellen. Die Cybergang wird von IT-Sicherheitsexperten dem Iran zugeordnet. Sie ist offenbar für zahlreiche DDoS-Angriffe verantwortlich und liegt ideologisch mit dem Regime des Iran auf einer Linie. Die Auswahl der Angriffsziele wirkt jedoch willkürlich. Konkrete Forderungen sind nicht erkennbar.