Ubuntu 26.04 erhöht Mindestempfehlung beim RAM

07. April 2026

Während Ubuntu 24.04 LTS für den Desktop offiziell 4 GB Arbeitsspeicher als Empfehlung vorgab, erhöht Canonical diese Mindestempfehlung jetzt auf 6 GB. Damit benötigt das am 23. April zur Veröffentlichung vorgesehene Ubuntu 26.04 LTS "Resolute Racoon" offiziell mehr RAM als Windows 11, das offiziell nur 4 GB verlangt.

Die erste Ubuntu‑Version, Ubuntu 4.10 "Warty Warthog" wurde im Oktober 2004 mit einem Mindest‑RAM‑Wert von 128 MB eingeführt, bei 256 MB empfohlenem Speicher für einen vernünftigen Desktop‑Betrieb. Ubuntu 14.04 LTS "Trusty Tahr" legte die Latte 10 Jahre später auf 1 GB, während Ubuntu 18.04 LTS "Bionic Beaver" bereits 4 GB empfahl.

Das sind natürlich nur die Vorgaben der Hersteller, die für die jeweilige Realität des individuellen Workflows nicht immer realistisch sind, aber dennoch ist es bemerkenswert, daß Canonical diesen Wert jetzt erhöht. In der Realität sind vermutlich 8 GB Arbeitsspeicher bei beiden Betriebssystemen ein guter Einstiegswert.

Die restlichen Hardwarevoraussetzungen bleiben für Ubuntu 26.04 unverändert. Weiterhin werden eine 2-GHz-CPU sowie 25 GB freier Speicherplatz vorausgesetzt. Zudem gelten diese Werte nur für die Desktop-Version, die Server-Variante ist naturgemäß mit 1,5 GB RAM und 4 GB Speicherplatz wesentlich genügsamer.

Die meisten heutzutage im Einsatz befindlichen Rechner werden mit der neuen Empfehlung keinerlei Probleme haben. Allerdings pflegen Anwender aus verschiedenen Gründen auch gerne alte Schätze, die mit den neuen Werten Probleme haben werden. In der Praxis wird sich Ubuntu 26.04 auch weiterhin auf Rechnern mit 4 GB RAM installieren lassen, allerdings ist fraglich, ob ein flüssiges Arbeiten damit noch möglich sein wird. Anwender mit weniger als 4 GB RAM werden es vermutlich schwer haben, ihren Arbeitsalltag mit Ubuntu 26.04 zu bewältigen. Wer aufgrund der neuen Anforderungen Ubuntu verlassen, aber trotzdem im Debian-Universum bleiben möchte, kann gerne einen Blick auf antiX 26 oder Linux Mint Debian Edition werfen.