openSUSE diskutiert neuen Entscheidungsprozeß

03. Februar 2026

Im openSUSE Projekt beginnt eine neue Debatte über die künftige Organisation der Gemeinschaft. Jeff Mahoney, VP of Engineering for Linux Systems bei SUSE, hat einen Entwurf vorgestellt, der helfen soll, Entscheidungen in dem stetig wachsenden Umfeld besser zu strukturieren und nachvollziehbarer zu machen.

Der Vorschlag versteht sich als Grundlage für Gespräche und ändert keine bestehenden Gremien. Ziel ist ein Rahmen, der festgefahrene Situationen vermeidet und informelle Machtstrukturen reduziert. Mahoney betont, daß viele Abläufe bisher auf Gewohnheiten beruhen und dadurch manchmal unklare Ergebnisse entstehen.

Der Entwurf schlägt zwei zusätzliche gewählte Gruppen vor. Ein technisches Komitee soll die Richtung des Projekts begleiten und bei Konflikten vermitteln. Eine zweite Gruppe soll sich um Gemeinschaft, Veranstaltungen und Kommunikation kümmern und damit die offene Kultur stärken.

Beide Gremien sollen offen arbeiten und ihre Entscheidungen begründen. Zudem beschreibt der Entwurf neue Wege für den Umgang mit Infrastrukturproblemen, die das gesamte Projekt betreffen. Die Arbeit bleibt ehrenamtlich, soll aber besser koordiniert werden.

Mahoney stellt klar, daß es nicht um mehr Kontrolle geht. Vielmehr soll ein verlässlicher Prozeß entstehen, der Transparenz und Beteiligung stärkt. Die Gemeinschaft ist eingeladen, den Entwurf zu diskutieren, bevor weitere Schritte folgen.