Phoenix will X11 neu denken und wagt einen radikalen Neustart

30. Dezember 2025

Wayland hat Ende 2025 weitestgehend Xorg ersetzt. Trotzdem entstehen weiter Projekte, die X11 modernisieren wollen. Nun tritt Phoenix als neuer Kandidat auf die Bühne.

Das Projekt setzt auf einen kompletten Neustart. Der Server entsteht in Zig und verzichtet bewusst auf alten Xorg Code. Die Entwickler wollen zeigen, daß X11 in moderner Form weiterleben kann.

Phoenix konzentriert sich auf Funktionen, die heutige Anwendungen wirklich brauchen. Viele ältere Programme laufen trotzdem weiter. Unnötige Teile des Protokolls bleiben außen vor.

Der aktuelle Stand ist noch weit von Alltagstauglichkeit entfernt. Phoenix startet einfache Anwendungen mit Hardwarebeschleunigung nur in einer verschachtelten Umgebung. Anspruchsvollere Szenarien sollen später folgen.

Besonders wichtig ist dem Team mehr Sicherheit. Anwendungen laufen isoliert und benötigen klare Berechtigungen für sensible Aktionen. Fehlende Rechte führen zu Platzhalterdaten statt zu Abstürzen.

Ein integrierter Compositor sorgt für sauberes Rendering. Unterschiedliche Bildwiederholraten und spätere HDR Unterstützung stehen ebenfalls auf der Liste. Phoenix plant zudem neue Protokollerweiterungen für moderne Displays.

Das Projekt richtet sich nicht an alte Hardware. Es konzentriert sich auf aktuelle Systeme und verzichtet bewusst auf selten genutzte X11 Funktionen. Xorg soll nicht ersetzt werden.

Langfristig ist auch Wayland im Blick. Phoenix könnte später Wayland Anwendungen direkt unterstützen oder über Brückenlösungen einbinden. Ein Betrieb unter Wayland als Alternative zu Xwayland ist ebenfalls denkbar.

Noch steht alles am Anfang. Ob Phoenix eine stabile Zukunft erreicht, bleibt offen. Die Idee wirkt jedoch spannend und könnte X11 eine neue Perspektive geben.