GNOME verschärft die Richtlinien für KI-basierten Code in Shell-Erweiterungen

15. Dezember 2025

Das GNOME Projekt verschärft seine Regeln für GNOME-Erweiterungen. Die Verantwortlichen reagieren damit auf eine wachsende Zahl von Einsendungen, die deutliche Spuren automatischer Codeerzeugung tragen. Viele dieser Erweiterungen enthalten große Mengen unnötiger Logik und erschweren die Arbeit der Prüfer.

Nach Angaben eines erfahrenen Entwicklers müssen an manchen Tagen mehr als fünfzehntausend Zeilen Code bewertet werden. Häufig stammen sie aus mehreren Einsendungen und enthalten wiederkehrende Muster ohne echten Nutzen. Solcher Ballast verlängert die Prüfzeiten erheblich und bremst den gesamten Prozeß.

Besonders auffällig sind Konstrukte, die in handgeschriebenem Code kaum vorkommen. Dazu zählen etwa übervorsichtige Fehlerabfragen rund um stabile Programmierschnittstellen. Diese Muster entstehen meist durch generische Werkzeuge und nicht durch fundiertes Wissen über die Plattform.

Das Projekt warnt zudem vor einem Dominoeffekt. Tauchen solche Muster einmal auf, verbreiten sie sich schnell in weiteren Erweiterungen. Die neue Regel erlaubt daher eine klare Ablehnung, wenn unnötiger Code eindeutig auf automatische Erzeugung durch KI hinweist.

GNOME stellt jedoch klar, daß Werkzeuge zur Unterstützung nicht verboten sind. Entwickler sollen sie zum Lernen und Experimentieren nutzen, müssen ihren Code aber verstehen und erklären können. Nur so bleibt die Qualität der Erweiterungen langfristig gesichert.

Ziel der neuen Vorgaben ist ein stabiler und fairer Prüfprozeß. Das GNOME Projekt möchte Wartezeiten reduzieren, schlechte Muster eindämmen und mit klaren Qualitätssicherungsmaßnahmen sicherstellen, dass veröffentlichte Erweiterungen von Menschen stammen, die sie auch pflegen können.

Weiterführende Infos dazu gibt es in der offiziellen Ankündigung und im GNOME Blog.