Neues Security-Schwergewicht ist Realität:
Cisco kauft Splunk

Mit Splunk wächst Cisco zu einem der größten Anbieter in der IT-Sicherheit. Hierdurch würde eines der weltweit größten Softwareunternehmen entstehen. Cisco gibt selbst an, daß dies die Transformation des Geschäftsfokus von Hardware hin zu Software unterstützen soll. Natürlich nicht ohne den monetären Aspekt von wiederkehrenden Umsätzen. Die Übernahme soll Ende des dritten Quartals 2024 abgeschlossen sein. Die Produkte sollen schon in den nächsten Monaten voneinander profitieren.

Splunk gehört jetzt zu Cisco: Der Netzwerkausstatter hat die Übernahme des IT-Sicherheitsanbieters abgeschlossen. Angekündigt hatten beide Unternehmen den Kauf im September 2023 – der 28 Milliarden US-Dollar schwer ist.

In der Meldung zur erfolgten Übernahme steht KI ganz oben. Doch können Kunden künftig vor allem auf die kombinierten Produktportfolios der Anbieter bauen: Security- und Monitoring-Dienste von Splunk verzahnt mit der Netzwerktechnik von Cisco.

Entsprechend sprachen Experten schon bei der ersten Ankündigung des Kaufs von einem neuen Security-Schwergewicht. Erklärtes inhaltliches Ziel ist es, von einer reaktiven Erkennung und Behandlung von Bedrohungen und Vorfällen zu einer besseren Vorhersage und Prävention überzugehen und somit die digitale Unternehmensresilienz zu steigern. Dabei sollen verstärkt KI-Funktionen helfen.

Die Übernahme erscheint sinnvoll, da die bestehenden Hard- und Softwarekomponenten von Cisco - wie Firewalls, Router, Switche, oder auch VPN-Komponenten - als Sensoren im Netzwerk für Splunk fungieren können. Auf einer noch besser abgestimmten Schnittstellenbasis kann Splunk dann die Daten nutzen, um sicherheitsrelevante Ereignisse zu erkennen und visualisieren, Workflows triggern sowie Reportings erstellen.

Bereits in den nächsten Monaten sollen die ersten Produkte beider Anbieter miteinander verknüpft werden, zum Beispiel Cisco Talos mit Splunk. Ferner soll Splunks SIEM- und SOAR-Plattform (Security Incident and Event Management bzw. Security Orchestration, Automation and Response) bald auf Analytics-Daten von Cisco-Diensten zugreifen können. Über diese beiden Schritte hinaus macht der neue Eigner keine weiteren konkreten Angaben.

Allerdings selbst auf die anstehende Hausmesse namens Live! vom 2. bis 4. Juni. Hier und auf Splunks .conf24 vom 11. bis 14. Juni sollen Nutzer mehr erfahren.